Kleine Sozialraumkonferenz in Finnentrop will Brücken bauen

„Mein Hobby! - Dein Hobby?“ Unter diesem Slogan startet die „Kleine Sozialraumkonferenz“ in Finnentrop ein gemeinsames Projekt mit den Vereinen in der Gemeinde Finnentrop. Startschuss wird nach den Sommerferien sein.

Nachwuchsmangel ist bei vielen Vereinen ein Thema. Langweile oder zocken an der Spielkonsole ist häufig bei den Kids auf der anderen Seite zu beklagen. Warum nicht beide Komponenten zusammen bringen, so die Idee der „Kleine Sozialraumkonferenz“, eine Initiative von Kindergärten, Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen in der Gemeinde Finnentrop.

 

„Um den Kindern und Jugendlichen in der Gemeinde Finnentrop die Möglichkeit zu geben nach einem geeigneten Hobby zu suchen und zu finden, soll der einfachste aller Wege gewählt werden“, erklärt Christian Raulf, sozial-pädagogische Fachkraft im Grundschulverbund Lennestal den Hintergrund der Idee. „Viele Kinder und Jugendliche gehen bereits regelmäßig in Vereine und zu Gruppenangeboten. Was ist einfacher als Freunde zu fragen, ob sie nicht einfach mal mitkommen möchten? Nichts!“

 

Jeder interessierte Schüler nimmt zwei Freunde mit zu seinen Hobbies. Die Gäste sollten nach Möglichkeit an einem Schnuppertraining teilnehmen und dies auf einem Laufzettel dokumentieren. Die Vereine sollten den Besuch bestätigen.

Die Teilnehmer erstellen einen Steckbrief zu ihren Schnuppertraining, den sie dann im Anschluss beispielsweise im Klassenverband vorstellen.

 

„So kommt der Fußballer vielleicht auch mal zum Musikverein“, kann sich Michael Hunold vom Kinder-, Jugend- und Kulturhaus gut vorstellen. „Wir wollen eine Art Brücke bauen und auch aufzeigen, welche vielen Möglichkeiten es bei uns hier vor Ort gibt.“

 

„Sollte sich ein Kind für einen Verein begeistern können, gibt es für Familien, die im Bezug von öffentlichen Geldern stehen, die Möglichkeit, entsprechende finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten im Rahmen von Bildung und Teilhabe bei den entsprechenden Behörden zu beantragen“, weiß Ellen Saße vom Grundschulverbund. „Das multiprofessionelle Team des Schulzentrums hilft da auch gerne weiter.“

 

Bericht übernommen von LOKALPLUS (Barbara Sander-Graetz)